Manche Leute verfolgen die Bundesliga. Sie analysieren jeden Sieg mit einer Akribie, die den durchschnittlichen Kriminologen beschämen sollte. Sie betrachten die Karriere von Trainern und ihren Strategien. Sie leben für den überraschenden Erfolg eines technisch innovativen Underdogs und grinsen hämisch wenn München verliert; einfach, weil es schön ist, Giganten stolpern zu sehn. Manche Leute verfolgen die Bundesliga.
Ich verfolge das Rennen der Spielkonsolen.

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Zwar fehlt es diesem Wettstreit an ausgefeilter Beinarbeit und Doppelpässen, er erfreut sich aber trotzdem wachsender Aufmerksamkeit. Selbst Spiegel und Wall Street Journal berichten mittlerweile über die Strategien von Sony, Microsoft und Nintendo, denn neben den Herzen der Fans geht es hier um Milliardenbeträge: Die Konsolensparte ist der lukrativste Sektor der Videospiele-Industrie. Hier werden die meisten Titel umgesetzt - und der Konsolenhersteller verdient an jedem verkauften Spiel mit. Die Verbreitung der eigenen Konsole ist deshalb so wichtig, dass es üblich ist, sie unter den eigentlichen Herstellungskosten zu verkaufen und zu hoffen, diesen Verlust mit Spielverkäufen wieder wett zu machen. Dafür bleiben einem aber nur wenige Jahre, denn früher als später sind die spezialisierten Computerchips, aus denen eine Konsole besteht, veraltet, und Ersatz muß her: Videospiele verspeisen Rechenkapazität zum Frühstück.
Frühstart
Als erster der drei Konkurrenten warf Microsoft 2005 den Nachfolger seiner XBox auf den Markt. Die Box, Microsofts erste Konsole, hatte es nach anfänglichen Anlaufproblemen geschafft, sich zur zweit-erfolgreichsten Konsole ihrer Generation zu mausern. Diese Position sollte nun weiter ausgebaut werden. So entstand die XBox 360, eine schnörkellose Weiterführung ihrer Vorgängerin: Eine neue XBox, nur etwas schneller, etwas hübscher, etwas teurer; und zur Zeit der Markteinführung die leistungsfähigste Konsole der Welt.
Ganz besonders erweitert wurde Microsofts Online-Angebot. XBox Live, so der Name des Services, galt schon davor gemeinhin als der einfachste und beste Weg für Konsolenspieler, über das Internet miteinander zu spielen. Dieser Vorteil, der gerade onlineverwöhnte PC-Besitzer zum Konsolenkauf bewegte, wurde um manche zusätzliche Neuerung erweitert. Mittlerweile ist es etwa möglich, über den ‘Live Marktplatz’ Spiele und ganze Fernsehserien zu kaufen - eine Initiative, die so erfolgreich war, dass die ersten großen Bestseller auf der neuen Konsole nicht im Laden erhältlich waren.
Dies klingt zwar beachtlich, war leider aber kein so großes Kunststück, denn zunächst hinkten die Spielverkäufe für die XBox 360 genau wie der Absatz der Konsole selbst weit hinter den Erwartungen der Fachwelt her. Es schien fast, als ob die Spieler nicht einsahen, weshalb sie nicht bei der XBox bleiben sollten. Die Wende kam erst mit dem Weihnachtsgeschäft 2006 und einem Spiel: Gears of War. Der nur auf der XBox 360 erhältliche Shooter lies die Spiele- und Konsolenverkäufe deutlich anspringen.
Der Riese rührt sich
Keinen Moment zu früh, denn mit dem Weihnachtsgeschäft traten auch Nintendo und Sony ins Rennen ein. Letztere mußten eigentlich niemandem etwas beweisen. Sonys letztes Produkt, die Play Station 2, gilt nicht nur als die erfolgreichste Spielkonsole aller Zeiten; ihre Verkaufszahlen blieben auch nach der Einführung der XBox 360 auf konstant hohem Niveau. Nichtsdestotrotz steckte man sich ambitionierte Ziele: Die Play Station 3 sollte den Spitzenplatz nicht nur übernehmen, sondern für die nächsten zehn Jahre behaupten - in einer Industrie, die sonst mit drei- bis fünfjährigen Lebenszyklen arbeitet, eine schier unglaubliche Ankündigung. Dennoch: Als 2005 bewegte Bilder der ersten PS3-Spiele gezeigt wurden und visuell mit aktuellen Animationsfilmen konkurrieren konnten, verstummten Fans wie Kritiker staunend. Bis ruchbar wurde, dass es sich selbst nur um animierte Videos gehandelt hatte.
Nichtsdestotrotz blieben die Ankündigungen rund um die PS3 beeindruckend. Die Konsole sollte mit einem bis dahin experimentellen Hauptprozessor, neuartigen Graphikchips, gigantischen Festplatten, High-Speed-Internetanbindung und einem Blu-Ray-Disklaufwerk ausgeliefert werden. Der letzte Punkt ist besonders bedeutsam: Blu-Ray ist Sonys Version des Nachfolgers der DvD. Die Firma versucht seit der VHS-Kassette, gegen die man das gescheiterte Betamax-Format positionierte, ein selbstentwickeltes Format zum dominanten Speichermedium zu machen. Sollte ihnen das gelingen, würde ihnen jeder Rohling, jeder verkaufte Film, jedes Stück Software und buchstäblich jedes Spiel über Lizenzzahlungen Geld einbringen. Um dieses ambitionierte Ziel zu erreichen, machte es sehr viel Sinn, die neue Play Station, die erwartungsgemäß einige millionen Mal über die Ladentheken gehen würde, mit einem Blu-Ray-Laufwerk auszustatten. Andererseits kosten Blu-Ray-Player heute um die 1000 Dollar.
Alles in Allem macht Sony mit jeder verkauften Konsole über 400 US-$ Verlust - und muß trotzdem 600 US-$ und mehr verlangen. Auf die Frage, ob dieser Preis - 200 Dollar über der XBox 360 - noch konkurrenzfähig sei, reagierte Sonys Chef der Konsolensparte, Ken Kutagari, schon auf der Messe verständnislos: “Dann müssen sich die Fans eben einen zweiten Job suchen!”
Als die Play Station 3 im November 2006 veröffentlicht wurde, kam es zu chaotischen Szenen. Gerüchteweise hatte es Probleme mit der Fertigung des Hauptprozessors und der Laufwerke gegeben, weswegen nur sehr geringe Stückzahlen angeboten würden. Findige Geschäftemacher versuchten daher, so viele Konsolen wie möglich zu kaufen und dann zum teilweise doppelten Preis über eBay wieder los zu schlagen. Ein beispielloser Run auf die Läden war die Folge. In den USA wurde mindestens eine Person beim Versuch, die Konsole zu kaufen, angeschossen.
Die Stunde des Underdogs
Dass einige Wochen später auch eine neue Konsole von Nintendo veröffentlicht würde, hätte zwei Jahre zuvor noch mancher Analyst nicht glauben wollen. In den letzten Jahren waren mehrmals Spekulationen über das Ende von Nintendos Konsolensparte zu hören gewesen: Nintendo 64 und GameCube waren der Konkurrenz klar unterlegen; vielerorts nahm man an, dass sich der japanische Traditionskonzern über kurz oder lang in den von ihm dominierten Markt der tragbaren Spiele zurückziehen müsse. Angesichts dieser chronischen Absatzprobleme mutete die Strategie hinter der Wii wie die Flucht nach vorn an:
Nintendos Präsident, Saturo Iwata, stellte die Behauptung auf, dass die Kunden nicht komplexe Multimediacenter, sondern schlicht Spielzeuge wünschten. Während Microsoft und Sony versuchten, sich gegenseitig durch immer leistungsfähigere Technologien auszustechen, fiel Nintendo kurzerhand auf ältere, günstige Komponenten zurück. Statt über HD-DVD und Blu-Ray nachzudenken, nahm man an, dass die meisten Kunden ohnehin schon DvDs abspielen könnten, und verzichtete ganz auf entsprechende Vorkehrungen. Um mit diesem vergleichsweise schwachbrüstigen Angebot nicht um die gleichen Kunden konkurrieren zu müssen, entwickelte man Bedienelemente und Spiele, die auf Nicht- und Gelegenheitsspieler ausgerichtet waren.
Die neue Konsole entzweite von Anfang an die Experten. Die Einen werteten sie als Abschied auf Raten, die Anderen glaubten, dass Iwata mit seiner neuen Konsole die Regeln des Spielemarktes umschreiben würde. Als klar wurde, dass Nintendo bei einem Preis von 250 US-$ - mehr als 100 Dollar unter der Konkurrenz - noch immer an jeder Konsole verdienen würde, werteten das beide Seiten als Bestätigung ihrer Ansichten.
Das Rennen
Heute, sechs Monate nach der Veröffentlichung von Nintendos neuer Konsole, werden neue Wiis noch immer so schnell verkauft, wie sie hergestellt werden können. Die Einführung der Konsole zusammen mit dem intuitiv spielbaren Wii Sports gilt bereits als eine der erstaunlichsten Erfolgsgeschichten der Industrie. Trotzdem bleiben einige Insider skeptisch. Sie verweisen auf die geringe technische Leistungsfähigkeit der Wii und argumentieren, dass die Kunden schnell hübschere und komplexere Spiele wünschen werden, als die vergleichsweise rückständige Wii lieferen kann. Bis dahin spurtet die kleine Konsole aber mit großen Schritten auf die momentan erfolgreichste Konsole dieser Generation zu:
Die XBox 360 führt nicht zuletzt dank ihres Frühstarts das Feld mit knapp zehn Millionen weltweit verkauften Exemplaren an. Es ist unwahrscheinlich, dass sie diesen Vorsprung vor der Wii halten kann, aber Experten weisen auf die beachtliche ‘Attachment Rate’, die Menge an verkauften Spielen pro Konsole, hin, und argumentieren, dass die 360 auch bei einer geringeren Verbreitung noch profitabler sein könnte. Trotz dieser schönen Worte fuhr Microsofts Spielesparte im letzten Jahr über 300 Millionen Dollar Verluste ein. Bei Firmeneinkünften von insgesamt etwa fünf Milliarden Dollar kaum ein Hindernis. Die XBox-Serie soll planmäßig erst 2008 zum ersten Mal in ihrer Geschichte Gewinn erwirtschaften.
Tragisch abgeschlagen wirkt dagegen die Play Station 3. Als sich der Staub der Veröffentlichung gelegt hatte, stellte sich schnell heraus, dass doch nur sehr wenige Fans bereit waren, für eine Konsole einen Zweitjob anzunehmen: Schon vor Weihnachten zeichnete sich ab, dass die PS3 nicht nur hinter den Verkaufszahlen ihrer Vorgängerin hinterher hinkte; die neue Play Station unterbietet fast wöchentlich die schlechtesten Ergebnisse, die die PS2 je sah. Schlimmer noch: Jene, die die Konsole kaufen, haben kaum Interesse an den angebotenen Spielen. Lange wurden mehr Konsolen als Software verkauft; die Verluste verbreiterten sich zusehends. Bis vor Kurzem weigerte sich Sony, diese Probleme anzuerkennen. Mittlerweile zeichnet sich aber ein Umdenken ab. Kutagari, Vater der Play Station, mußte zurücktreten. Seine Nachfolger setzen auf reizvolle Spiele, um Käufer für ihr Produkt zu interessieren. Noch ist nichts verloren: Die PS2 bringt Sony weiterhin Geld ein und die in der PS3 verbaute High Tech sollte ihr eine Lebensdauer verschaffen, die lang genug ist, um ihren Fehlstart auszubügeln. So ist es möglich, dass die selbe Konsole in neun Jahren noch Xbox 720 und Wii² überrundet. Ich werde wohl auch dann noch mit Popcorn am Streckenrand stehen.
(FlS)
Ich habe mir vor knapp 2 Monaten eine Nintendo Wii zugelegt.
Ich muss sagen, dass ich vollkommen zufrieden bin.
Meine gründe für den kauf des Nintendo Produkts, waren haubtsächlich der Preis und die innovative Steuerung, für die Nintendo seit dem Nintendo DS ja schon bekannt war.
Nicht jeder hat 600€ für eine Playstation oder 400€ für eine XBox parat, da ist der Nintendo, mit 250 € am kostengünstigsten.
Die Steuerung, mit der Infarotfernbedienung erfolgt präzise und genau, besser als ich gedacht hatte. Zudem bietet der Nintendo eine “Virtual Console” womit man alte spiele, N64 Super NES etc, problemlos spielen kann. Diese sind im Shop für käufliche “Wii Points” zu erstehen. Gamecube spiele lassen sich ebenso spielen, sofern man einen Controller und ein Gamecube Spiel besitzt. Zudem kann man 4 Wii Fernbedienungen an die Wii connecten.Die Wii besitzt 4 Anschlüsse für Gamecubecontroller. Es gibt es Wii Kanäle, womit man wie oben schon genannt, Spiele kaufen kann, Wetterberichte anschauen, oder auch aktuelle Nachrichten. Einen Internetbrowser besitzt die Wii auch, der von Opera entwickelt wurde. Viele Internetseiten haben ihre Seiten für die Wii optimiert, was ich für sehr lobenswert halte.
Zudem gibt es auch Spieleseiten, die sich auf Wii Minigames konzentrieren, damit es dem benutzer nicht langweilig wird.
Ins Internet kommt man Problemlos entweder über lan oder durch den eingebauten Wlan Chip.
Das beiliegende Spiel “Wii Sports” ist ein absolutes Partyspiel, was aber auch alleine spaß macht.
Fazit:
Die Nintendo Wii ist eine innovative Konsole, die ihre 250€ aufjedenfall wert sind, selbst Sony empfielt sie als 2. Konsole zu kaufen, natürlich nach der PS3. Nintendo macht sich wiedermal einen großen Namen in der Konsolenbranche. Für Casualgamer ist die Wii sehr empfehlenswert, durch die leichte bedienung, den vielen kostenlosen Extras und dem niedrigen Preis.
Kommentar von Kevin Brüntje — 4. Juni 2007 @ 20:08