27. Oktober 2007

Studivz – Bist du schon drin? Oder drauf und dran?

Abgelegt unter: Workshop — M.Press @ 17:35

Ursprünglich für Studenten konzipiert, ist das Online-Netzwerk „ Studivz“ für jedermann nutzbar, um sich ein Profil in den Kategorien Student, Alumni, Abiturient und Hochschulmitarbeiter anzulegen. Sich mit Freunden zu vernetzen, Informationen auszutauschen und Kontakte zu anderen Mitgliedern zu pflegen ist für viele schon eine Selbstverständlichkeit. Das dabei die Grenzen der Privatsphäre, trotz der Einstellungsoptionen für diese oft verletzt werden, scheint vielen Usern nicht bewusst zu sein. So stellen sie sich der Welt zur Schau: die Veröffentlichung von Privatbildern, das Kommentieren von Portraits, Bildern, Beiträgen sowie der Beitritt in diverse Gruppen wie „Mathe ist ein Arschloch“, „Wer ist eigentlich dieser LAN und warum macht er so viele Partys“ oder „ Sex ist nur schmutzig, wenn er richtig gemacht wird“ . Bei Letzterer stellt sich die Frage: Geben Gruppenmitglieder absichtlich Auskunft über ihre sexuellen Vorlieben? Oder dienen diese Gruppen nicht einfach der Belustigung? - Es werden Annahmen und Mutmaßungen über dich getroffen, die auf leichtsinnig ins WWW gestellter Inhalte beruhen.


Foto: Annika Heselbarth, Stefanie Friebel

Es scheint also nicht mehr relevant zu sein, dass nicht nur Studenten Partner für Sport, Lernen und Freizeit suchen. Doch diese Einstellung birgt Risiken, die viele Benutzer unterschätzen. So sollte man sich klar werden, dass heutzutage potenzielle Arbeitgeber auf diesen Plattformen Internetrecherchen durchführen, um sich ein Bild von ihren Bewerbern zu machen. Oder du wirst unbewusst in die Marktforschung einbezogen, die deine Interessen und dein Nutzungsverhalten untersucht.

„Studivz“ unterliegt einer Missbrauchsgefahr durch Dritte. Macht es dir daher nichts aus, die ganze Welt an deinem Leben teilhaben zu lassen? Fraglich ist auch ob du ehrlich mit dir selbst und auch zu Anderen bist. Auch wenn schon unsere Großväter meinten: „ Probieren geht über Studieren“, sollte mit Vorsicht an das Erstellen eines Internetprofils herangegangen werden.
Also seid auf der Hut!

Annika Heselbarth, Stefanie Friebel

2 Kommentare »

  1. Welchen Finger zeigt der junge Mann denn der Dame? Tse, Tse, Tse…

    Kommentar von Sven — 6. November 2007 @ 20:18

  2. Ja, was man mit Photoshop alles machen kann. Eigtl. ist das der Daumen. ;-)

    Kommentar von DeB — 8. November 2007 @ 11:01

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