„Ich heiße Robert Neville. Ich habe in New York City überlebt. Falls es irgendwo noch jemanden gibt… irgendjemanden. Bitte. Du bist nicht allein.“ (Robert Neville, Filmzitat)
Eigentlich solltet Ihr hier eine Rezension von ‘I am Legend’ lesen können. Leider hat der Redakteur ChS, der sich für diesen Artikel und zwei weitere Rezensionen verantwortlich zeichnete, die Beitrage größtenteils abgeschrieben. In den nächsten Tagen wird an dieser Stelle einiges zu den Konsequenzen, die wir aus dieser Sache ziehen, stehen. Vorerst bleibt uns nur, uns ausdrücklich bei allen Lesern zu entschuldigen. Außerdem haben wir alle Rezensionen des Autors vom M.Blog entfernt.
Der Verfasser der kopierten Rezensionen hat um die Gelegenheit gebeten, sich persönlich zu erklären. Seine Entschuldigung haben wir unten veröffentlicht - es ist sein letzter Beitrag auf dem M.Blog. Wir möchten Euch außerdem auf die Kommentare zu dem ursprünglichen Artikel, die den Stein ins Rollen brachten, hinweisen (s. Kommentare unten).
Dem Leser, der auf den Missstand hingewiesen hat, können wir nur für sein scharfes Auge danken. ‘Copycat’ hat uns davor bewahrt, einen großen Fehler noch länger zu machen. Vielen Dank hierfür!
Die M.Press-Redaktion
Stellungnahme und Entschuldigung
„Schuld ist nicht teilbar!“ (Peter Rudl)
Was mich damals dazu verleitet hat, in den veröffentlichten Filmrezensionen statt meiner eigenen Worte, die Formulierungen fremder Leute zu nutzen; und dies nicht mal im Ansatz dargelegt habe, ist mir bis heute ein Rätsel, da ich mittlerweile auf sieben Jahre Journalismus zurückblicke und diese Tätigkeiten immer wieder passioniert verfolgt habe. So schäme ich mich im Nachhinein unheimlich für diesen Fehler, der leider auch Dritte, um nicht zu sagen, die gesamte M.Press, mit belastet. Persönlich habe ich umgehend die Konsequenzen gezogen und bin mit sofortiger Wirkung aus der M.Press ausgetreten.
Des Weiteren versichere ich, dass die M.Press und ihren Machern keine Schuld zuzuweisen ist, da sie mir und meiner Arbeit uneingeschränkt vertraut haben und ich dieses Vertrauen gebrochen habe. Und für diesen Punkt möchte ich mich bei allen Beteiligten entschuldigen und verbal Abbitte tun.Des Weiteren entschuldige ich mich bei allen Rezipienten meiner Rezensionen und vergewissere, dass ich nicht vorsätzlich Passagen aus anderen Rezensionen geklaut habe, sondern aufgrund von Zeitmangel und dem fehlenden Mut, die Chefredaktion davon in Kenntnis zu setzen, lieber abgeschrieben habe, anstatt um Zeitaufschub zu bitten.
Ein Fehler, der einmalig bleiben wird!So verbleibe ich mit gesenktem Haupt und wünsche der M.Press und all ihren Lesern eine tolle Zukunft mit vielen interessanten Artikeln und Beiträgen.
- ChS, Donnerstag, den 17.01.08 -
Ich darf aus Filmstarts.de zitieren (http://www.filmstarts.de/produkt/73960,I%20Am%20Legend.html):
“Die ersten gut 60 Minuten bieten atmosphärisches Endzeit-Feeling, gewürzt mit ein paar horrorhaften Einschüben. Zwischendurch stören zwar eine Handvoll vollkommen überflüssiger Rückblenden (in denen nur noch einmal vorgeführt wird, was einem sowieso schon zuvor erläutert wurde), aber insgesamt macht der Film so Laune. Doch dann ist den Machern offensichtlich eingefallen, dass sie ja auch noch eine Story erzählen müssen. Und diese wird dann in einer solchen Rekordzeit abgefertigt, dass man als Zuschauer kaum eine Chance hat, sich auf sie einzulassen.”
Finde den Abschreiber!
Kommentar von copycat — 15. Januar 2008 @ 22:54
Ich hab mir das mal angeschaut & überprüft:
Und ich muss copycat leider recht geben: Autsch, das ist peinlich!
Christoph Petersen schreibt bei Filmstarts.de
Die ersten gut 60 Minuten bieten atmosphärisches Endzeit-Feeling, gewürzt mit ein paar horrorhaften Einschüben. Zwischendurch stören zwar eine Handvoll vollkommen überflüssiger Rückblenden (in denen nur noch einmal vorgeführt wird, was einem sowieso schon zuvor erläutert wurde), aber insgesamt macht der Film so Laune. Doch dann ist den Machern offensichtlich eingefallen, dass sie ja auch noch eine Story erzählen müssen. Und diese wird dann in einer solchen Rekordzeit abgefertigt, dass man als Zuschauer kaum eine Chance hat, sich auf sie einzulassen. Gerade hat die Geschichte begonnen, da ist der Film auch schon vorbei und hinterlässt ein leicht überrascht-enttäuschtes Publikum. Für einen modernen Blockbuster, der sich dazu auch noch viel Raum für eine ordentliche Einführung nimmt, sind 100 Minuten halt doch äußerst knapp bemessen. Und was dieser mystische Mist mit den Schmetterling-Hinweisen kurz vor Schluss eigentlich bedeuten soll, weiß eh nur der Teufel…
ChS schreibt bei M.Press:
Das Beste an dem Film sind wohl seine ersten 60 Minuten, gespickt mit atmosphärischem Endzeit-Feeling und horrorhaften Einschüben. Zwischendurch versuchen kurze Rückblenden die Story zu erklären, worauf man jedoch ruhig hätte verzichten können; die Geschichte des letzten Überlebenden in New York ist durchaus selbsterklärend.
Den Machern ist wohl leider eingefallen, dass sie ja irgendwie eine Story erzählen müssen. Und diese wird dann so schnell herunter gebetet, dass man kaum eine Chance hat, sich darauf einzulassen. Gerade hat die Geschichte begonnen, da ist der Film auch schon wieder vorbei und hinterlässt einen leicht überraschten wie auch enttäuschten Zuschauer. 100 Minuten waren da doch etwas knapp bemessen. Und was dieser mystische Kunstgriff mit den Schmetterling-Hinweisen kurz vor Schluss eigentlich bedeuten soll, wissen wahrscheinlich nur der Regisseur und die Zombies…
Vielen Dank copycat für den Hinweis!
Kommentar von bluejax — 15. Januar 2008 @ 23:13
Ich weiß, dass ich mit der Veröffentlichung dieser Kommentare als Mitglied des M.Press-Teams „mein eigenes“ Medium in ein schlechtes Bild rücke. Ich möchte ausdrücklich betonen, dass dies nicht meine Absicht ist! Vielmehr bin ich den Hinweisen eines Kommentarschreibers („copycat“) nachgegangen und habe festgestellt, dass hier auf mpress.de Artikel veröffentlicht wurden, die eindeutig (zumindest teilweise) kopiert bzw. abgeschrieben wurden, ohne dass dies als Zitat und samt Quelle ausgezeichnet wurde.
Tut mir leid, aber ich sehe es als meine Pflicht an, die Leser an dieser Stelle darauf aufmerksam zu machen. Wer mich kennt, der weiß, dass ich nicht anders handeln kann. Ich finde es nur fair und ehrlich, Fehler einzugestehen und dazu zu stehen.
Und besser, ich weise hier darauf hin, als dass jemand von außerhalb dies tut. Deswegen liebe M.Press-Redaktion, liebe Leser, seid mir nicht böse, wenn auch der folgende Kommentar kein gutes Licht abzuwerfen scheint!
Seht mein Verhalten in diesem Falle bitte als eine Reaktion einer Art redaktionsinternen Ombudsstelle, welche auf journalistische Fehler hinweist!
Sollte sowohl hinter ChS, als auch hinter Christoph Petersen, Jonas Reinartz sowie Carsten Baumgardt ein und dieselbe Person stecken, könnt ihr die Kritik sowieso als gegenstandslos erachten! In diesem Fall könnt ihr euch sicher sein, das ich mich an dieser Stelle bei allen entschuldigen werde!
Ein weiteres Beispiel!!!
Ich habe mir den M.Press-Artikel „Filmrezension: Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken“ vom 11. Januar 2008 näher angeschaut. Abermals eine Filmrezension, abermals von unserem Autor ChS. Wieder musste ich feststellen, dass es frappierende Übereinstimmungen mit einem Artikel von filmtarts.de geht. Diesmal war der dortige Autor Jonas Reinartz.
Jonas Reinartz schreibt bei Filmstarts.de
„Um sich nicht allzu sehr von der Sachliteratur, die als Vorlage diente, zu entfernen, wählten die Autoren einen bemerkenswert effektiven Kniff. Ein allwissender Erzähler doziert über diverse bewusst simpel gehaltene „Wahrheiten“ über Männer und Frauen, während die Spielfilmhandlung dessen Ansichten illustriert. Übergänge zwischen den einzelnen Kapiteln erscheinen wie das Einlegen einer jeweils anderen Folie, was nicht von ungefähr an eine (zugegebenermaßen altmodische) Vorlesung erinnert.
[…]
Ein wesentlicher Faktor für das Gelingen des Films ist ebenso die exquisit ausgewählte Besetzung, insbesondere Benno Führmann hinterlässt einen bleibenden Eindruck.
[…]
Jessica Schwarz (Nichts bereuen, Der rote Kakadu) merkt man immer noch ein wenig das fehlende Schauspielstudium an, insbesondere eine Sprechausbildung vermisst man, doch dieses Manko vermag sie durch Natürlichkeit und Spielfreude mehr als wett zu machen.
[…]
Einen Klassiker vom Schlage eines „Bewegten Mannes“ konnte Haußmann mit seinem vierten Kinofilm nicht erschaffen, dafür zieht er die Gagschraube streckenweise zu wenig an und liefert ein relativ schwaches Ende. Dennoch liefert er den Beweis, wie es mit einer präzise getimten Inszenierung und bestens aufgelegten Schauspielern möglich ist, einen im Grunde klassischen Boulevardstoff auf ein hohes Komödien-Niveau zu heben.“
ChS schreibt bei M.Press:
„Um sich nicht allzu sehr von der Sachliteratur zu entfernen, die als Vorlage diente, wurden die Autoren bemerkenswert kreativ. Ein allwissender Erzähler referiert über die simplen Wahrheiten von Mann und Frau, während die Spielfilmhandlung diese illustriert. Übergänge zwischen den einzelnen Kapiteln erscheinen wie das Einlegen einer jeweils anderen Folie, was, wohl bewusst, an eine altmodische Vorlesung erinnert.
Ein wesentlicher Faktor für das Gelingen des Films ist ebenso die exquisit ausgewählte Besetzung; insbesondere Benno Führmann hinterlässt einen bleibenden Eindruck. Zugleich gleicht Jessica Schwarz durch ihre Spielfreude und Natürlichkeit das eine oder andere Manko im Sprachbild und Mimik wieder aus.
Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass Haussmann hier wohl keinen Klassiker eines „Bewegten Mannes“ geschaffen hat. Dafür geht er partiell zu sparsam mit Witz und Komödie um und verschmalzt am Ende zu sehr. Er beweist aber: Es ist möglich, aus einem recht plakativen und stereotypen Boulevardstoff einen durchaus humoristisch hochwertigen Film zu drehen, der so manchen kalten Winterabend versüßen könnte.“
Und noch ein Beispiel!!!
Diesmal geht es um de Mpress-Artikel „Filmrezension: American Gangster“, wieder von ChS und den Artikel der entsprechenen Rezension von Carsten Baumgardt auf filmstarts.de!
Carsten Baumgardt schreibt bei Filmstarts.de
„Ridley Scott führt seine Figuren in dem 158 Minuten langen Epos sehr sorgsam über das jeweilige Milieu ein. Die Handlungsstränge der beiden Protagonisten laufen erst einmal parallel nebeneinander her, in dem Wissen, dass sich die Wege von Frank Lucas und Richie Roberts zwangsläufig kreuzen werden und es nur einen Gewinner geben kann. Dabei inszeniert Scott so unglaublich lässig, dass eine Ära auf der Leinwand wieder aufersteht. Er zelebriert diese Epoche förmlich, bindet den Zeitgeist ein, zeigt die Praxis des Drogenverkaufs in den Straßen exemplarisch in […]
Flankiert werden diese edlen Produktionswerte von Harris Savides’ (Zodiac, The Game) brillanter Kamera, die den Film im düster-dreckigen, aber hochgradig eleganten Siebziger-Style beinahe wie einen Blaxploitation-Film erscheinen lässt.
Der eigentliche Showdown, der schlicht grandios inszeniert ist, findet vor dem Aufeinandertreffen der Helden statt. Wenn sich Lucas und Roberts, die beide einen Ehrenkodex pflegen, schließlich vor die Augen treten, kommt der Filmexpress nahezu zum Stillstand und glänzt mit einer kleinen Überraschung…“
ChS schreibt bei M.Press:
„Ridley Scott führt seine Figuren in dem fast dreistündigen Epos sehr sorgfältig über das jeweilige Milieu ein. Die Leben der beiden Hauptdarsteller laufen erst einmal parallel nebeneinander her. Dabei inszeniert Scott seine Charaktere und ihr Umfeld so unglaublich lässig, dass eine Ära auf der Leinwand wieder aufersteht. Er feiert diese Zeit, lässt die Geschichte wieder auferstehen. Flankiert werden diese edlen Feinheiten von einer kongenialen Kameraführung, die den Film im düster-dreckigen, aber hochgradig eleganten Ambiente der 70er erscheinen lässt.
[…]
Der Showdown ist grandios inszeniert und findet vor dem eigentlichen Aufeinandertreffen von Lucas und Roberts statt. Soviel sei verraten – das Ende bietet doch noch die ein oder andere Überraschung und bildet somit einen würdigen Abschluss für dieses Gesamtkunstwerk.“
Kommentar von bluejax — 16. Januar 2008 @ 00:54
Der Verfasser der Rezensionen entschuldigt sich an dieser Stelle für das Übernehmen ganzer Textpassagen in den aufgezählten Texten. Weist aber darauf hin (ohne sich herausreden zu wollen), dass er von vorneherein nie beabsichtigt hatte, dergestalt Textpassagen zu übernehmen. Erst bei der Recherche nach Hintergrundinformationen ist er auf die Texte gestoßen und da er bei allen drei Rezensionen parallel an anderen Sachen gearbeitet hat und die Texte inhaltlich durchaus mit seiner Meinung übereinstimmten, so erlag er der Versuchung und dem Journalistischen NO GO, sie ohne Angabe einer Quelle zu übernehmen.
Falls ich damit dem Ansehen der M.Press geschadet habe, so tut es mir leid. Als Konsequenz drehte ich mit sofortiger Wirkung aus der M.Press aus.
Kommentar von Chris — 16. Januar 2008 @ 09:29
Liebe M.Press-Community,
die M.Press-Redaktion möchte sich an dieser Stelle bei den aufmerksamen Lesern copycat und bluejax für ihre Aufmerksamkeit bedanken.
Wir möchten uns bei allen unseren Lesern für dieses Vorkommnis entschuldigen.
Aus diesem Grunde bestätigen wir, dass wir den Austritt von ChS aus der M.Press-Redaktion akzeptieren und uns von seinen Artikeln distanzieren.
Kommentar von XeZ — 16. Januar 2008 @ 21:15
Ich finde den größten Teil der Kommentare hier überflüssig!!
Wie wir bereits oben lesen konnten, entschuldigt sich der Autor demütig für sein Vergehen und versichert uns, dass so etwas nie wieder vorkommen wird.
Außerdem sollte eine Angelegenheit dieser Art lieber intern geklärt werden, bevor man sie so in aller Öffentlichkeit breit tritt und die Krise vor allem zu einer Katastrophe menschlicher Art ausweitet.
Ich kenne den Verfasser persönlich und verweise auf seine bereits sieben Jahre andauernde journalistische Tätigkeit, in denen er bewiesen hat, dass er alles andere als ein “Textdieb” ist! Und ich sehe, wie ihn sein Fehler runterreißt. Das er Journalismus als Passion auslebt (”passioniert verfolgt habe”, Stellungnahme s.o), war keine simple Floskel, mit der er sich herausreden wollte.
Das wollte ich nur mal gesagt haben…
Kommentar von bummi — 22. Januar 2008 @ 22:28
Liebe Leserschaft,
man kann aus einer Mücke auch einen Elefanten machen.
Aus Sicht eines Ottonormallesers finde ich einige Reaktionen hier übertrieben. Jeder Mensch hat ab und an Stress und macht Fehler und das schließt
sicher auch die Kommentatoren ein. Ärzte machen Kunstfehler, Manager verkalkulieren sich
… und auch der Journalismus bildet keine Ausnahme.
Deshalb gleich die Integrität des Autors in Frage zu stellen ist, der offensichtlich bereits eine ganze Weile für die Redaktion tätig ist und sich insofern sicherlich kaum durch diese Rezensionen profilieren wollte, ist in meinen Augen wenig produktiv. Desweiteren sollten auch die persönlichen Folgen für den Autor nicht vergessen werden.
Kommentar von exorzist — 22. Januar 2008 @ 23:17
Liebe Leser,
wir möchten mit der M.Press für und mit euch eine Plattform gestalten, um über Medienthemen, Institutsnachrichten, Forschungsschwerpunkte und das Studium allgemein zu diskutieren. Dabei haben wir selbstverständlich journalistische Ansprüche, von denen wir auch unsere Redakteure in Kenntnis gesetzt haben. Nichts liegt uns ferner, als dem Redakteur ChS persönlich zu schaden. Außerdem stellt niemand seine Integrität in Frage. Er hat sich für seinen Fehler sowohl bei euch als auch bei uns entschuldigt. Wir nehmen seine Entschuldigung an und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute.
Damit wir euch auch in Zukunft qualitativ hochwertige Artikel präsentieren können, arbeiten wir im Hintergrund eifrig an einem System zur Qualitätssicherung. Mehr hierzu in Kürze.
Wir wünschen euch auch weiterhin viel Spaß auf www.mpress.de.
Euer M.Press-Team
Kommentar von M.Press — 23. Januar 2008 @ 15:46